Aktuelles

Parkinson Fellowship in der DGN 2022

Zum achten Mal schreibt die Thiemann Stiftung die Parkinson Fellowship in der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) aus. Durch die Förderung soll es einer besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerin oder einem besonders qualifizierten Nachwuchswissenschaftler aus der klinischen oder grundlagenorientieren Parkinson-Forschung ermöglicht werden, einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieser neurodegenerativen Krankheit leisten. Das Forschungsprojekt sollte zumindest anteilig außerhalb der bisherigen Heimatinstitution an einer Universität oder einem ausgewiesenen Forschungszenrum im In- oder Ausland durchgeführt werden.

Der projektgebundene und auf ein Jahr begrenzte Preis umfasst eine maximiale Fördersumme von 60.000 €. Ferner können zusätzliche Sachmittel beantragt werden. Das individuelle Fördervolumen wird zur Finanzierung der eigenen Stelle vergeben. Die Bewerberinnen und Bewerber dürfen nicht älter als 40 Jahre sein. Anträge, die bei den vorangegangenen Ausschreibungen nicht berücksichtigt wurden, können erneut eingereicht werden.

Der Antrag ist als PDF-Dokument bis zum 31. Juli 2022 an den Vorsizenden der Prof. Klaus Thiemann Stiftung zu senden (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Weiterführende Informationen unter thiemanstiftung.de/ausschreibungen

Danksagung zum Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2022

Vielen Dank an alle, die im März 22 live dabei waren beim Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen! Die DPG hat den virtuellen Live-Kongress mit mehr als 1000 Teilnehmenden als Plattform für einen lebendigen Austausch erlebt und ist beeindruckt von der Breite und Qualität der Beiträge, die die hohe Dynamik in unserem klinisch-wissenschaftlichen Feld eindrucksvoll demonstrieren. Wir freuen uns bereits auf die nächste Online Veranstaltung „Parkinson und Bewegungsstörungen – Highlights Digital“ im März 2023.

Wer den Kongress 22 verpasst hat, kann die Aufzeichnungen kostenpflichtig noch bis Ende Juni 22 hier abrufen:

https://www.dpg-akbont-kongress-2021.de/registrierung/teilnahmegebuehren.html

Welt-Parkinson-Tag 2022: Prof. Storch und Prof. Höglinger im Interview

 Storch HoeglingerProfessor Storch   

 Hoeglinger PortraitProfessor Höglinger

Die Parkinson-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der dopaminerge Neuronen im Mittelhirn absterben. Die Ursache der bis heute unheilbaren Erkrankung ist in den meisten Fällen unbekannt. Eine kausale Therapie gibt es bisher nicht. Dank intensiver Forschung lassen sich die Symptome aber inzwischen gut behandeln, mit medikamentösen, nicht medikamentösen und auch operativen Verfahren.

Prof. Günter Höglinger, DPG-Vorstandsmitglied und Direktor der Klinik für Neurologie der Medizinischen Hochschule Hannover, spricht über neue Therapieansätze, die in die Pathogenese der Erkrankung eingreifen: "Unter dem Strich bin ich relativ optimistisch, dass wir die Krankheit soweit verstehen, dass wir wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen", sagt er im Podcast der ÄrzteZeitung. www.aerztezeitung.de

In den letzten Jahren hat die Bedeutung nicht medikamentöser Therapien bei der Behandlung von Parkinson konstant zugenommen bis hin zu einer "Parkinson-Impfung". Hierbei steht das Protein Alpha-Synuclein im Fokus, dessen Ablagerung im Gehirn an der Pathogenese des Morbus Parkinson beteiligt ist. Den aktuellen Stand der Forschung erläutert Prof. Alexander Storch, erster Vorsitzender der DPG und Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie, Universitätsmedizin Rostock, "Wir sind in allen Stadien der Entwicklung eines Medikaments, von der Idee mRNA-Impfstoffe zu entwickeln hin zu Antikörpern, die bereits in der Klinik angewendet werden", sagt er im Interview mit Bayern 2 - radioWelt www.br.de

Katarina Witt und Frank Elstner
Welt-Parkinson-Tag 2022 mit Frank Elstner und Katarina Witt

Welt-Parkinson-Tag 2022 mit Frank Elstner und Katarina Witt

 220412 elstner wittBild: Parkinson Stiftung

Prominente Gäste beim digitalen Welt-Parkinson-Tag 2022 der Parkinson Stiftung: Entertainer und TV Moderator Frank Elstner, selbst an Parkinson erkrankt, wurde für seinen offenen Umgang mit der Erkrankung und sein mutmachendes und motivierendes  Engagement als Botschafter für Menschen mit Parkinson mit dem Muhammad Ali Gedächtnispreis ausgezeichnet. „Ich werde auch weiterhin meine Prominenz dafür nutzen, über diese oft verschwiegene unheilbare Nervenkrankheit zu sprechen. Ich möchte anderen Betroffenen Mut machen und die vielversprechenden Fortschritte der Parkinson-Forschung unterstützen“, sagte er auf der Veranstaltung und sprach er live mit inspirierenden mit Menschen, die wie er mit der lebensveränderten Diagnose Parkinson leben.

Katarina Witt, zweifache Olympiasiegerin und viermalige Weltmeisterin im Eiskunstlauf, diskutierte in der Expertenrunde "Sport und Parkinson" mit Sportmedizinern und motivierte Betroffene, durch Bewegung selbst aktiv zu werden, um Parkinson-Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Wissenschaftler:innen informierten über neueste Forschungsergebnisse rund um die Nervenkrankheit.

Frank Elstner, der sich auch seit vielen Jahren dafür einsetzt, die Parkinson-Forschung durch private Spenden zu fördern und voranzutreiben, spendete das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro an die Parkinson Stiftung.

Eine Aufzeichnung vom digitalen Welt-Parkinson-Tag gibt es unter www.welt-parkinson-tag.org

Mehr dazu lesen und hören können Sie auch hier:

www.zeit.de

www.radioeins.de

Online-Veranstaltung zum Welt-Parkinson-Tag

Die International Parkinson and Movement Disorder Society (MDS) richtet zum Welt-Parkinson-Tag am 11. April ein digitales Format ein, das sich sowohl an Professionals als auch an Patienten richtet.

Welt-Parkinson-Tag: Frank Elstner erhält den Muhammad Ali Gedächtnispreis – Katarina Witt motiviert und macht Mut

DPG NL partnerlogo

Steife Muskeln, verlangsamte Bewegungen, zitternde Hände – Morbus Parkinson betrifft rund 400.000 Menschen in Deutschland. Der Entertainer und TV-Moderator Frank Elstner, selbst an Parkinson erkrankt, klärt seit vielen Jahren über die unheilbare Nervenerkrankung auf und wirbt als Botschafter der Parkinson Stiftung für die Förderung der Forschung durch private Spenden. Für den offenen und ehrlichen Umgang mit seiner Erkrankung und das besondere Engagement, mit dem er Betroffenen Mut macht, ihr Leben aktiv zu gestalten, wurde er am 6. April 2022 mit dem Muhammad Ali Gedächtnispreis der Deutschen Parkinson Hilfe geehrt. Der Preis erinnert an den Profi-Boxer, der seit den 80er Jahren gegen Parkinson kämpfte. Auf dem anschließenden digitalen Welt-Parkinson-Tag sprach Frank Elstner live mit Menschen, die sich ebenfalls im Kampf gegen die Erkrankung engagieren und aufzeigen, wie sie ihr Leben meistern – gesundheitlich, beruflich und persönlich. Ein weiterer prominenter Gast war die zweifache Olympiasiegerin und viermalige Weltmeisterin im Eiskunstlauf, Schauspielerin und Stifterin Katarina Witt. Sie motivierte Betroffene, durch Sport und Bewegung selbst aktiv zu werden. Mediziner:innen und Wissenschaftler:innen präsentierten Neues aus der Parkinson-Forschung.

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„Ich werde auch weiterhin meine Prominenz dafür nutzen, über diese oft verschwiegene unheilbare Nervenkrankheit zu sprechen. Ich möchte anderen Betroffenen Mut machen und die vielversprechenden Fortschritte der Parkinson-Forschung unterstützen“, betonte Frank Elstner, der das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro an die Parkinson Stiftung spendet. Auf dem digitalen Welt-Parkinson-Tag sprach er live mit Menschen, die wie er mit der lebensverändernden Diagnose Parkinson leben: Das Gründerduo der Yuvedo Foundation, Jens Greve und Dr. Jörg Karenfort, hat eine Stiftung ins Leben gerufen, die mit eigenen Projekten, Veranstaltungen und Partnerschaften die Lebensbedingungen für Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen verbessert und einen Beitrag zur Heilung leistet. Kathrin Wersing, selbst bereits mit 40 Jahren an Parkinson erkrankt, spricht in ihrem Podcast „Jetzt erst recht! Positiv leben mit Parkinson“ mit Menschen, die auf vielfältige Weise mit der Erkrankung umgehen. Stefan Berg, Journalist und Autor des Buches „Zitterpartie“, wirbt in Lesungen und Interviews öffentlich für mehr Toleranz und Verständnis für Menschen mit Parkinson.

Private Spenden für einen Durchbruch in der Parkinson-Therapie

Die Parkinson-Forschung hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert. Heute ist es möglich, die Symptome zu lindern und gut mit der unheilbaren Erkrankung zu leben. Den aktuellen Stand der Wissenschaft beleuchteten renommierte Expert:innen im Wissensforum für Laien. Prof. Brit Mollenhauer, Chefärztin der Paracelsus Elena Klinik in Kassel, erklärte, wie Biomarker zur Frühdiagnose der Parkinson-Krankheit beitragen können. Prof. Günther Deuschl, renommierter Neurologe und Senior Professor an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel, präsentierte neue Erkenntnisse zu symptomatischen Therapien. Prof. Rejko Krüger, Direktor für Transversale Translationale Medizin am Luxembourg Institute of Health (LIH), machte deutlich, welche Therapien in Aussicht sind, um die Parkinson-Krankheit zu verlangsamen oder zu stoppen. Dabei wurde deutlich: Es gibt begründete Hoffnung, dass mit neuen genetischen und molekularen Methoden schon bald ein Durchbruch in der Parkinson-Therapie gelingen könnte. Doch für einen schnellen medizinischen Erfolg ist die Parkinson-Forschung auf private Spenden und nicht staatliche oder nicht industrielle Förderung angewiesen. Aus diesem Grund wollen Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) und die von ihr gegründete Parkinson Stiftung dazu motivieren, vielversprechende Forschungsansätze durch private Spenden zu fördern. „Ob einmal oder regelmäßig, ob als Geschenk oder Nachlass – jede Spende bringt die Erforschung der Parkinson-Krankheit einen weiteren Schritt voran und hilft Betroffenen“, betonte Frank Elstner.

Motivation mit Katarina Witt: selbst aktiv im Kampf gegen Parkinson

Das kann auch Katarina Witt bestätigen: Die zweifache Olympiasiegerin und viermalige Weltmeisterin im Eiskunstlauf, hat im Jahr 2005 eine Stiftung für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen gegründet und dank zahlreicher Spenden seither bundes- und weltweit mehr als 800 Projekte unterstützt. Die Spitzensportlerin hat es mit Leidenschaft, Kraft und Zuversicht bis ganz nach oben geschafft. Beim digitalen Welt-Parkinson-Tag gab sie ihre Erfahrungen weiter und motivierte die Betroffenen, trotz großer Einschränkungen im Alltag nicht aufzugeben und vor allem: selbst aktiv zu werden. Bewegung und Ausdauersport können bei Parkinson die Symptome lindern, die psychische Gesundheit verbessern und in einem Frühstadium das Fortschreiten der Erkrankung bremsen, zeigen verschiedene Studien. In der Live-Gesprächsrunde „Sport und Parkinson“ diskutierte Katarina Witt mit Prof. Claus Reinsberger, Leiter des Lehrstuhls für Sportmedizin am Department Sport & Gesundheit der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Paderborn, mit dem Sportwissenschaftler André Inthorn und mit Prof. Martin Südmeyer, Chefarzt und Leiter der Klinik für Neurologie am Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam und Vorsitzender der Thiemann Stiftung.

Abgerundet wurde der digitale Welt-Parkinson-Tag mit einer Live-Sport-Session sowie einer Expertenlounge für allgemeine Fragen rund um Parkinson und Pflege. Die Veranstaltung wurde von der Parkinson Stiftung anlässlich des Welt-Parkinson-Tags organisiert, der weltweit am 11. April stattfindet. Partner sind die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG), die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Deutsche Hirnstiftung und die Thiemann Stiftung.

Wer beim diesjährigen digitalen Welt-Parkinson-Tag nicht live dabei war, kann die Veranstaltungen als Aufzeichnung auf www.welt-parkinson-tag.org ansehen. Weitere Informationen zur Parkinson Stiftung und zu den Möglichkeiten, die Parkinson-Forschung mit einer Spende zu unterstützen finden Sie auf: www.parkinsonstiftung.de

Pressemitteilung als PDF

Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG)
c/o albertZWEI media GmbH
Dipl.-Biol. Sandra Wilcken
Tel.: +49 (0) 89 46148611; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.parkinson-gesellschaft.de/presse

Die Parkinson Stiftung setzt darauf, über die Krankheit umfassend zu informieren und die weitere Erforschung möglicher Therapieformen voranzutreiben. Die Stiftung wurde 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. gegründet. Ihr Sitz ist in Berlin. www.parkinsonstiftung.de

Parkinson verstehen und stoppen: Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen fördert Wissenschaft und Nachwuchs mit Preisen in Höhe von 310.000 Euro

Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) hat auf dem Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2022 mehrere Preise zur Förderung vielversprechender Forschungsprojekte in Höhe von insgesamt 310.000 Euro verliehen. Drei junge Forscherinnen und Forscher erhielten im Rahmen der Nachwuchsförderung jeweils 100.000 Euro, um die unabhängige Durchführung ihrer Projekte zu ermöglichen. Vier weitere wurden für ihre abgeschlossenen Arbeiten mit dem DPG-Wissenschaftspreis geehrt, der mit jeweils 2.500 Euro dotiert ist. Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft ist es das Ziel der DPG, den Fortschritt der Parkinson-Forschung voranzutreiben und zur Entwicklung neuer, verbesserter diagnostischer Methoden und Therapien beizutragen. Die DPG finanziert sich ausschließlich durch Spenden, die Preise wurden von der DPG ohne weitere Partner gestiftet.

DPG für Website

Der Deutsche Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2022 wurde pandemiebedingt per
Livestream übertragen. Vier von sieben Preisträger:innen haben am Preisträgersymposium
teilgenommen und wurden via Bildschirm geehrt. Oben, von links nach rechts: die Vorsitzenden des
Symposiums, Prof. Carsten Eggers und Prof. Günter Höglinger (Kongresspräsident), Preisträgerin Dr.
Josefine Waldthaler. Unten, von links nach rechts: die Preisträger:innen Dr. Lea Krey, Dr. Stephan
Greten und Dr. Kevin Peikert.

„Mit der DPG-Nachwuchsförderung wollen wir die Unabhängigkeit junger Wissenschaftler:innen bei der Durchführung ihrer Projekte gewährleisten. Aufgrund der Vielzahl spannender Bewerbungen haben wir drei statt zwei besonders interessante Forschungsprojekte ausgewählt“, sagt Prof. Günter Höglinger vom DPG-Vorstand. Mit je 100.000 Euro ausgezeichnet wurden:

  • Dr. med. Kevin Peikert, Rostock (LipiSYN: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Störungen der Membranlipiddynamik und der α-Synuclein-Proteostase)
  • Dr. med. Josefine Waldthaler, Marburg (Longitudinal Changes in Performance Monitoring for Detection of Medication-induced Impulsivity in early Parkinson’s Disease)
  • Dr. med. Isabel Friedrich, Leipzig (Predicting outcome of cerebrospinal fluid shunt surgery from EMG and kinematic pattern analysis in patients with normal pressure hydrocephalus: A machine learning approach)

Parkinson-Forschung durch innovative Ideen bereichern

Der DPG-Wissenschaftspreis ist mit je 2.500 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre verliehen und prämiert abgeschlossene Arbeiten aus der klinischen und grundlagenorientierten Forschung zum Parkinson-Syndrom, die der Ursachenklärung, der Verbesserung diagnostischer Methoden und der Entwicklung neuer und verbesserter Therapien dienen. Nachwuchswissenschaftler:innen werden besonders berücksichtigt. In einem strukturierten Auswahlverfahren konnten sich folgende Kandidat:innen durchsetzen:

  • Dr. med. Alexander Böcker, Berlin (Increased LRRK2 kinase activity alters neuronal autophagy by disrupting the axonal transport of autophagosomes)
  • Dr. med. Mareike Fauser, Rostock (Subthalamic nucleus deep brain stimulation induces sustained neurorestoration in the mesolimbic dopaminergic system in a Parkinson’s disease model)
  • Dr. med. Stephan Greten, Hannover (Safety and Tolerability of Pharmacotherapies for Parkinson’s Disease in Geriatric Patients)
  • Dr. med. Lea Krey, Hannover (Patientensicherheit aus der Dose: Implementierung und Evaluation der Notfalldose für geriatrische, polypharmazierte PatientInnen zur Verbesserung von Therapiesicherheit und Patientenautonomie)

„Die eingereichten Forschungsprojekte haben uns durch hohe fachliche Qualität, eine beeindruckende methodische Vielfalt und einen ausgesprochenen wissenschaftlichen Innovationscharakter überzeugt. Wir wünschen den Preisträgerinnen und Preisträgern viel Erfolg bei ihren Projekten und ermutigen weitere Kandidatinnen und Kandidaten, sich mit innovativen Forschungsvorhaben zu bewerben“, sagt Prof. Höglinger.

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Ankündigung: 17th World Congress on Parkinson´s Disease and Related Disorders

Der 17th World Congress on Parkinon´s Disease and Related Orders findet in diesem Jahr vom 1. bis 4. Mai in Prag statt. Die International Association of Parkinsonism and Related Disorders (IAPRD) lädt herzlich ein und freut sich auf Ihre Teilnahme. 

Ausschreibung Forschungspreis Parkinson-Tremor – Jetzt bewerben!

Die Parkinson Stiftung prämiert wissenschaftlich fundierte Konzepte zur symptomatischen Therapie des Parkinson-Tremors, die eine Alternative zur tiefen Hirnstimulation darstellen könnten und hat dafür den Forschungspreis Parkinson-Tremor ausgeschrieben.

Mutierte Gene – fehlgefaltete Proteine – synaptische Netze: Welcher Ansatz verspricht die Heilung von Morbus Parkinson?

Aufgrund der hohen phänotypischen Variabilität der Parkinson-Erkrankung gewinnen molekulare und strukturelle Erkenntnisse über die zugrunde liegenden Krankheitsmechanismen immer mehr an Bedeutung. „Während frühere Krankheitskonzepte von einem eher einheitlichen klinischen Verlauf ausgingen, zeigen neuere Kohortendaten, dass klinische Phänotypen und Krankheitsverläufe bei Menschen mit idiopathischen und atypischen Parkinson-Syndromen auch innerhalb der verschiedenen Krankheitsentitäten tatsächlich stark variieren“, sagte Prof. Günter Höglinger, Kongresspräsident und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) aus Hannover, auf dem Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen 2022. Genotypisierungen und entsprechende Analysen der Genexpressionsprofile liefern wichtige Hinweise auf den zu erwartenden Krankheitsverlauf und auf neue, zielgerichtete Therapieansätze.

Parkinson-Demenz und -Progression: neue Risiko-Genloki aufgedeckt

Etwa 30 bis 40 Prozent der Parkinson-Betroffenen entwickeln im Lauf der Zeit eine Parkinson-Demenz. Sie zählt zu den schwerwiegendsten Manifestationen mit dem größten Einfluss auf die Lebensqualität. Bisher sind keine therapeutischen Ansätze verfügbar, die die zugrunde liegende Neuropathologie verlangsamen, die vom Hirnstamm zum Cortex fortschreitet und klinisch mit der Progression von motorischen und anderen kognitiven Symptomen korreliert. „Die Anwendung moderner molekulargenetischer Ansätze hat in den letzten zehn Jahren verschiedene Risiko-Genloki identifiziert. Hierzu zählen RIMS2, TMEM108, WWOX, APOE und GBA, die im Zusammenhang mit der Anfälligkeit für Parkinson-Demenz und -Progression stehen“, erklärte Höglinger. [1] Indikatoren für eine schnellere Progression der Parkinson-Erkrankung sind beispielsweise auch höhere ADL-Scores (Activities of Daily Living, Verfahren zur Messung der Alltagskompetenz) und Symptome wie Freezing (plötzlich eintretendes, unvorhersehbares „Einfrieren“ von Bewegungen) und Steifheit bei Diagnosestellung, ergänzte der Experte. [2]

Genetische Vielfalt: GBA-Varianten an der Pathologie beteiligt

GBA-Varianten stehen zudem in Zusammenhang mit der Entstehung von behandlungsbedingten Komplikationen (z. B. „Wearing-off“-Effekte, Dyskinesien), Schlafanomalien wie Tagesschläfrigkeit und veränderten REM-Schlafmustern sowie motorischen Defiziten. Varianten des LRRK2-Gens begünstigen neben GBA ebenfalls das Fortschreiten von motorischen Symptomen. „Die Vielfalt der veränderten Genloki spielgelt auch die Vielfalt der Parkinson-Krankheit wider. Sie können in verschiedenen Kombinationen und Mutationen unterschiedliche Phänotypen mit unterschiedlichen Progressionsraten hervorbringen“, so die Einschätzung von Höglinger. [3]

Phänotypische Variation durch Ablagerung fehlgefalteter Proteine

Im Bereich der neurodegenerativen, kognitiven Veränderungen bei Morbus Parkinson rücken zunehmend Fehlfaltungen von Proteinen bei Tauopathien und Synucleinopathien in den Fokus der Forschung. Tauopathien gehen mit abnormen Filamentstrukturen des Tau-Proteins einher, die sich in Neuronen und Gliazellen ablagern. Die Ablagerungen führen zu einer fortschreitenden Funktionsstörung und zu Hirnatrophie. Treibermutationen beeinflussen Genexpressionsmuster und somit die Struktur von Proteinen. So ist beispielsweise die Entstehung der kortikobasalen Degeneration (CBD) – eine langsam-progrediente, neurodegenerative Erkrankung, die zu den atypischen Parkinson-Syndromen zählt – unter anderem mit Mutationen im Tau-Gen auf Chromosom 17 (MAPT-H1c-Haplotyp) assoziiert. Leitsymptome der CBD sind eine asymmetrisch auftretende Hypokinesie und Rigidität mit schlechtem Ansprechen auf L-Dopa sowie eine einseitige Apraxie der Extremitäten. „Mittlerweile werden Tauopathien je nach veränderter Filamentstruktur unterschiedlich klassifiziert, was zur gesicherten klinischen Diagnose und Identifizierung neuer Entitäten nützlich ist“, erläuterte der Experte. [4] Ähnlich wie Tau-Filamente können sich auch die Strukturen von α-Synuclein-Filamenten bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson unterscheiden. Die Synucleinopathie ist gekennzeichnet durch intrazelluläre Ablagerungen fehlgefalteter α-Synuclein-Filamente in Nerven- und Gliazellen. „Da die pathologischen Strukturen und Subtypen von α-Synuclein-Filamenten bei Morbus Parkinson noch nicht so detailliert aufgeklärt wurden, wird hierzu derzeit rege geforscht“, schilderte Höglinger. Die Konnektom-Forschung wird die Erkenntnisse zu den Protein-Fehlfaltungen von Tauopathien und Synucleinopathien aufgreifen und dahingehend untersuchen, inwieweit Nervenzellverbindungen die Ausbreitung von pathologischen Protein-Aggregaten kanalisieren. [5]

„Die neuen Erkenntnisse zu den genetischen und molekularen Krankheitsmechanismen und Ursachen heterogener Verläufe neurodegenerativer Krankheiten werden dazu beitragen, individuelle Therapieansätze ausfindig zu machen, die für ganz bestimmte Erkrankungssubtypen infrage kommen. Dieser Trend wird der personalisierten Diagnose und Therapie bei Morbus Parkinson neue Möglichkeiten eröffnen“, schlussfolgerte Höglinger.

Referenzen:

1 Liu G, Peng J, Liao Z, et al. Nat Genet. 2021;53(6):787-793.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33958783/
2 Bartl M, Dakna M, Schade S, et al. J Parkinsons Dis. 2022;12(1):437-452.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34719511/
3 Iwaki H, Blauwendraat C, Leonard HL, et al. Neurol Genet. 2019,15;5(4):e354.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31404238/
4 Shi Y, Zhang W, Yang Y, et al. Nature. 2021;598(7880):359-363.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34588692/
5 Schweighauser M, Shi Y, Tarutani A, et al. Nature. 2020;585(7825):464-469.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32461689/

Informationen für die Medien

Mehr zum Thema „Variabilität in Phänotyp und Progression bei Parkinson-Syndromen: Neurobiologische Ursachen und therapeutische Optionen“ erfahren Sie am Donnerstag, 24.3., von 10:30–12:00 Uhr im Präsidentensymposium unter Leitung von Prof. Höglinger (Hannover), Kongresspräsident, und Prof. Alexander Storch (Rostock), erster Vorsitzender der DPG. https://www.dpg-akbont-kongress-2021.de/programm/plenarsitzungen.html

Online-Pressekonferenz der DPG am Mittwoch, 23. März, von 10–11 Uhr
Informationen zu Programm und ReferentInnen und Akkreditierung unter https://parkinson-gesellschaft.de/die-dpg/presseservice. Gerne nehmen wir Sie auch in unseren Presseverteiler auf. Über die Kongresswebsite www.dpg-akbont-kongress-2021.de können Sie sich zusätzlich kostenlos für den virtuellen Kongress registrieren. Gerne vermitteln wir Interviews und stellen druckfähiges Bildmaterial zur Verfügung. Wir freuen uns über einen Hinweis auf Ihre Veröffentlichung oder Zusendung eines Belegs.

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www.dpg-akbont-kongress-2021.de

Fachliche Kongressleitung und Kongressorganisation

Prof. Dr. med. Günter Höglinger, Kongresspräsident für die DPG
Prof. Dr. med. Frank Erbguth, Kongresspräsident für den AK Botulinumtoxin
PD Dr. med. Christoph Schrader, Kongresssekretär für die DPG
Prof. Dr. med. Katja Kollewe, Kongresssekretärin für den AK Botulinumtoxin

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