Zum Welt-Parkinson-Tag am Freitag, 11. April 2025, lädt die Parkinson Stiftung ab 15 Uhr gemeinsam mit Partnern und Unterstützern erneut zu einem digitalen Informationstag ein. Im Fokus stehen die Lebenssituation von Betroffenen sowie konkrete Ansätze in Therapie und Forschung.
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Die Parkinson Stiftung fördert Projekte in den Kategorien "präklinische Forschung", "klinische Forschung" sowie einen "Forschungspreis Parkinson Tremor" mit insgesamt 250.000 Euro. Ziel der drei Innovationspreise ist, Projektideen und Schlüsselexperimente der Parkinson-Forschung in einem frühen Stadium zu fördern, die aufgrund eigener Vorarbeiten aussichtsreich erscheinen, aber für klassische Förderprogramme möglicherweise zu risikoreich wären.
Die Parkinson-Forschung steht an der Schwelle zu einem Durchbruch. Ein Jahrzehnt Fortschritte in der Genetik, Biomarker-Identifikation und Pathophysiologie sowie eine wegweisende internationale Zusammenarbeit haben neue Perspektiven für personalisierte und krankheitsmodifizierende Therapien eröffnet. Mit dem Workshop „Genetics and Biomarker in Parkinson´s Disease” am 10./11. April 2025 in Tübingen bringt die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e.V. renommierte Expertinnen und Experten auf dem Gebiet sowie junge Forschende zusammen, um sich über die neuesten Erkenntnisse und die Herausforderungen der Zukunft auszutauschen.
Fach- und Publikumsmedien sind herzlich eingeladen zur Online-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen und der Parkinson Stiftung am Montag, 7. April, 10 bis 11 Uhr
Der GLP-1-Rezeptoragonist Exenatid hat in einer aktuellen Phase-III-Studie keine signifikanten Vorteile hinsichtlich einer Krankheitsmodifikation bei Morbus Parkinson gezeigt [1]. Frühere vielversprechende Daten hatten die Hoffnungen geweckt, dass Exenatid den Krankheitsfortschritt verlangsamen könnte [2,3].
Prof. Dr. Brit Mollenhauer, dritte Vorsitzende im Vorstand der DPG und Chefärztin der Paracelsus-Elena-Klinik, wurde zum sechsten Mal in Folge als eine der meistzitierten Wissenschaftlerinnen weltweit ausgezeichnet.
Am 21. Dezember 2024 jährt sich der Todestag von Dr. James Parkinson (1755-1824) zum 200. Mal. Der britische Arzt beschrieb 1817 als erster die später nach ihm benannte Bewegungsstörung als eigenes Krankheitsbild. Seither hat die Wissenschaft beachtliche Fortschritte gemacht: Die Symptome der neurodegenerativen Erkrankung, die in Deutschland rund 400.000 Menschen betrifft, lassen sich heute effektiv behandeln. Das verbessert die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Heilen kann die Medizin Morbus Parkinson aber bis heute nicht. Aktuell konzentriert sich die Forschung auf die Früherkennung und die Entwicklung von Therapien, die das Absterben von Nervenzellen im Gehirn verlangsamen oder sogar stoppen. Doch die finanziellen Ressourcen sind begrenzt.
Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e. V. (DPG) hat eine neue Präsidentin: Prof. Dr. Kathrin Brockmann. Die Neurowissenschaftlerin und Genetik-Expertin aus Tübingen tritt die Nachfolge von Prof. Joseph Claßen (Leipzig) an, der den zweiten Vorsitz übernimmt. Als dritte Vorsitzende wurde Prof. Brit Mollenhauer (Kassel) neu in den Vorstand gewählt. Prof. Carsten Eggers (Bottrop) und Prof. Lars Tönges (Bochum) behalten ihre Ämter als Schriftführer und Schatzmeister.
Ab sofort startet die Bewerbungsfrist für die jährliche Wissenschafts- und Nachwuchsförderung der DPG.
Bei Morbus Parkinson kommt es zu Aggregationen und Ablagerungen von alpha-Synuclein im Gehirn – deren Reduktion ist ein wichtiger Ansatzpunkt für mögliche Therapien. Anfang 2024 hat eine Subgruppenanalyse der PASADENA-Studie angedeutet, dass Patientinnen und Patienten mit einem schnelleren Krankheitsverlauf in der Frühphase der Erkrankung innerhalb eines Jahres von einer Therapie mit dem Alpha-Synuclein-Antikörper Prasinezumab profitieren könnten [1]. Nun wurde in Nature Medicine eine weitere Post-hoc-Analyse [2] veröffentlicht, die auf Daten der PASADENA-Studie [3] basiert. Sie deutet darauf hin, dass eine längere Gabe von Prasinezumab das Fortschreiten der Erkrankung bei allen behandelten Patienten verlangsamen könnte. „Dies muss allerdings noch in künftigen placebokontrollierten Langzeitstudien bestätigt werden“, erklärt Prof. Dr. med. Kathrin Brockmann, 3. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen und Mitautorin der Arbeit. Mit bisherigen Therapien lässt sich Parkinson nur symptomatisch behandeln. Sollten weitere Studien die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit von Prasinezumab bestätigen, wäre dies ein Durchbruch für die Parkinson-Therapie und die Lebensqualität der Betroffenen.
Einem Forschungsteam der Charité Berlin im SFB ReTune ist es gelungen, den Effekt von Dopamin auf willentliche Bewegungen bei der Parkinson-Krankheit zu entschlüsseln und ihn durch gezielte Tiefe Hirnstimulation zu imitieren.
Bei zwei Patienten mit REM-Schlafverhaltensstörung ist es gelungen, durch eine Therapie mit der modifizierten Aminosäure Acetyl-DL-Leucin das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit im Vorstadium über 22 Monate zu stoppen, einige Krankheitsmarker verbesserten sich sogar.
Ein neuer Bluttest ermöglicht die Früherkennung der Parkinson-Krankheit bis zu 7 Jahre im Voraus.
Der US-Senat hat am 23. Mai 2024 einstimmig den „National Plan to End Parkinson´s Act” verabschiedet – das erste Bundesgesetz zur Beendigung der Parkinson-Krankheit.
Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e. V. hat auf ihrem Fachkongress 2024 in Rostock zwei Nachwuchsförderungen vergeben, um die Durchführung vielversprechender Forschungsvorhaben junger Wissenschaftler:innen mit je 100.000 Euro zu unterstützen. Außerdem wurden drei herausragende Nachwuchswissenschaftler:innen mit dem Wissenschaftspreis „Neurodegenerative Erkrankungen“ 2024 für ihre exzellenten Arbeiten ausgezeichnet. Dieser Preis ist mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Die Preise und Förderungen werden aus Mitteln der DPG finanziert. Sie sollen innovative Ideen in der Parkinson-Forschung fördern und zur Entwicklung neuer Therapien beitragen. Die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft finanziert sich ausschließlich durch Spenden.