Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern die Medizin grundlegend – und bieten gerade Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Parkinson neue Chancen. Die Parkinson Stiftung treibt diesen Wandel aktiv voran: „Wir schaffen ein vernetztes digitales Informationsangebot, das Menschen mit Parkinson und ihre Angehörigen wissenschaftlich fundiert begleitet – von der ersten Diagnose bis zu Alltagsfragen“, erklärt Prof. Jens Volkmann. Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags 2026 stellt der erste Vorsitzende der Stiftung aktuelle Projekte vor – vom KI-Chatbot über Online-Veranstaltungen bis zur Förderung innovativer Forschung.
Die Diagnose Parkinson kann das Leben von einem Moment auf den anderen schlagartig verändern und ist mit Fragen, Sorgen und Unsicherheiten verbunden. Betroffene und Angehörige suchen daher oft im Internet nach Orientierung – stoßen dabei jedoch nicht immer auf verlässliche oder wissenschaftlich fundierte Informationen. Unter dem Motto „Forschen. Informieren. Betroffenen helfen.“ hat die gemeinnützige Parkinson Stiftung das Ziel, mit Spenden neben innovativen Forschungsansätzen den Wissenstransfer zwischen der Wissenschaft und den Betroffenen zu fördern.
KI-Chatbot „jAlmes“ als verlässlicher Begleiter
Wie moderne Technologien und Künstliche Intelligenz dabei helfen, zeigt der KI-gestützte Chatbot „jAlmes“. Der digitale Begleiter basiert auf der KI-Plattform OpenWebUI und ist mit einer kuratierten Wissensdatenbank der Stiftung verknüpft. So können Betroffene, Angehörige und Interessierte gezielt und in natürlicher Sprache Fragen zu Parkinson stellen – und erhalten verlässliche Antworten, direkt aus verifizierten Stiftungsinhalten sowie aus wissenschaftlichen Studien und Leitlinien. Der entscheidende Unterschied zu allgemeinen KI-Assistenten: Die Datenbank wird kontinuierlich von der Stiftung aktualisiert und erweitert, sodass ausschließlich geprüfte und evidenzbasierte Inhalte einfließen. „In einer Situation, in der Fragen rund um Parkinson oft dringend und sehr persönlich sind, bietet jAImes eine direkte Unterstützung – rund um die Uhr, ohne Wartezeit und anonym, ganz ohne Hemmschwelle“, betont Volkmann.
Online-Veranstaltung anlässlich des Welt-Parkinson-Tag am 15. April 2026
Neben verlässlichen Informationen ist auch der Austausch mit anderen Betroffenen für Menschen mit Parkinson entscheidend – aber im eigenen Umfeld nicht immer möglich. Zum Welt-Parkinson-Tag 2026 veranstaltet die Stiftung daher am 15. April einen kostenfreien Online-Informationstag. Expert:innen, Vorträge, Live-Fragerunden im Chat und persönliche Erfahrungsberichte ermöglichen es, tausende Betroffene gleichzeitig zu erreichen – unabhängig von Mobilität oder Wohnort.
Darüber hinaus stellt die Stiftung auf www.parkinsonstiftung.de ein breites Informationsangebot bereit, von Podcasts und Videos über Interviews mit Fachleuten bis hin zu Webinaren. Ergänzend fördert sie praxisnahe Initiativen wie Workshops für Parkinson-Box-Trainer:innen oder das Programm „Starke Grundlagen“, welches die erste standardisierte Parkinson-Schulung in Deutschland bietet.
Innovative Forschung für neue Therapien
Die Parkinson Stiftung finanziert ihre Arbeit überwiegend aus Spenden. Ein zentraler Schwerpunkt ist die Forschungsförderung. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e. V. fördert die Stiftung im „Leuchtturm-Projektverbund“ aktuell sechs Forschungsvorhaben, die neue Impulse für eine frühe Diagnose sowie ein besseres Verständnis der Erkrankung liefern sollen. Langfristig sollen so neue Therapien entwickelt werden, die nicht nur Symptome lindern, sondern den Verlauf der Krankheit beeinflussen können. „Unsere Vision ist es, die Behandlung von Parkinson grundlegend zu verbessern und Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Jeder Beitrag, den wir in innovative Forschung und digitale Wissensvermittlung investieren, bringt uns diesem Ziel ein Stück näher“, betont Volkmann.