Aktuelles

Einladung zur Mitgliederversammlung 2018

Alle Mitglieder der DPG sind herzlich eingeladen, an der diesjährigen Mitgliederversammlung der Deutschen Parkinson Gesellschaft e.V. teilzunehmen. Sie wird am Mittwoch, den 31. Oktober von 18:30 – 19:30 Uhr in der Messe Berlin stattfinden. Die Tagesordnung können Sie der folgenden Einladung entnehmen:

Einladung Mitgliederversammlung zum Download

Hier können Sie Mitglied werden (--> verlinkt auf https://www.parkinson-gesellschaft.de/mitglied-werden.html)

Deadline verlängert: Call for Abstracts für den Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen

Die Abgabefrist für Abstracts für den kommenden Deutschen Kongress für Parkinson und Bewegungsstörungen vom 7. bis 9. März im Congress Center Düsseldorf wurde verlängert. Noch bis zum 14. Oktober können Sie sich daran beteiligen, das wissenschaftliche und Fortbildungsprogramm des Kongresses aktiv mitzugestalten. Vorschläge für Poster und Freie Vorträge zu den wissenschaftlichen Aspekten neurologischer Bewegungsstörungen können in Form von Abstracts eingereicht werden.

Online-Auktion: Ersteigern Sie faszinierende Fotografien zugunsten der Parkinsonforschung

180613 WolfV DavidPlummer

Wolf V (c) David Plummer

Der britische Naturfotograf David Plummer erkrankte im Alter von 39 Jahren an Parkinson. Heute, neun Jahre nach der Diagnose, arbeitet er noch immer erfolgreich mit der Kamera in der Natur. Ein Video, entstanden in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG), begleitet Plummer bei seiner Arbeit in der Wildnis und dokumentiert seine bewegende Geschichte. Fünf während des Drehs entstandene Fotografien eines Wolfes stehen noch bis zum 21. Juni im Online-Auktionshaus Ebay zur Versteigerung. Die Erlöse der Auktion gehen direkt an die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. zur Förderung der Erforschung der Parkinsonkrankheit.

So beteiligen sich alle, die mitsteigern, an einer guten Sache. Der Smartphone-Hersteller Huawei wirbt mit der Charity-Aktion für eine Smartphone-Kamera, die Verwackler mit Hilfe von Artificial Intelligence ausgleicht. „Digitale Technologien mit künstlicher Intelligenz können das Leben von Parkinson-Patienten erheblich erleichtern und bestehende Barrieren abbauen. Ihre Bedeutung wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen“, so Professor Jens Volkmann, Mitglied des Vorstands der DPG.

Zur Auktion: www.ebay.de (Produktsuche: David Plummer + Wolf)

Neurowissenschaftliche Gesellschaften schließen Bündnis

DPG als Gründungsmitglied im German Brain Council vertreten

Ausschreibung: Nachwuchsförderung der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V.

Förderung junger Parkinsonforscher/Innen mit je 25 000 Euro

Welt-Parkinson-Tag: Hirnschrittmacher hält impulsives Verhalten im Zaum

Gemeinsame Presseinformation der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG)

Übergabe einer sechsstelligen Summe an die DPG

Der Lion, das offizielle Magazin von Lions Club International, berichtet in der aktuellen Ausgabe (Januar 2018), dass der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) am 11. Mai 2017 ein Scheck in Höhe von 117.000 Euro überreicht werden konnte.

Jahresbericht 2017 AG Atypische Parkinson-Syndrome

Jahresbericht als PDF zum Download

Im Jahr 2017 hat die Arbeitsgruppe Atypische Parkinson Syndrome der die DPG folgende Projekte realisiert:

  1. Zwei in personam Treffen wurden anlässlich des 21 Dt. Parkinson Kongress (05.05.2017) in Baden Baden und des Kongresses der Dt. Gesellschaft f. Neurologie (09.2017) in Berlin zum gegenseitigen Informationsaustausch und zur Planung gemeinsamer Aktivitäten durchgeführt.
  2. Mit Unterstützung der DPG wurde ein Protokoll, Ethikantrag und Datensicherheitskonzept zu einer nationalen Kohortenstudie für PSP Patienten (ProPSP) erarbeitet. Eine Datenbank mit Webbasiertem Data-capture System wurde implementiert und mit der Unterstützung der Dt. PSP Gesellschaft finanziert. Nach mehreren Runden von Probeläufen ist die Datenbank mittlerweile einsatzfähig. Die multizentrische Genehmigung des Ethikantrags an den kooperierenden Zentren wurde erfolgreich abgeschlossen. Der Kooperationsvertrag zur Regelung der Rechte an den erhobenen Daten wurde durch die Rechtsabteilungen der beteiligten N=24 Institutionen gebilligt und befindet sich im Untershriftsumlauf. Die Rekrutierung hat an den Zentren auf Papier-CRFs begonnen. Wir werden nun mithilfe einer studentischen Hilfskraft diese Daten in die digitale Datenbank überführen.
  3. Mehrere Subprojekte der ProPSP Beobachtungsstudie wurden definiert:
    a. Ocular Coherence Tomography (OCT) als objektiver Differentialdiagnose- und Progressions-Marker (Koordination: Pinkhardt)
    b. Apparative und klinische Okulomotorik-Messung als objektiver Progressionsmarker (Koordination: Zwergal, Kassubek)
    c. MRT: longitudinale prospektive Verlaufsuntersuchungen (Koordination Kassubek / Höglinger)
    d. Ganganalyse: antizipatorische postural Aktivität zur Differentialdiagnose (Koordination: Boetzel)
    e. PSP-FTD Overlap: klinische Schnittstelle prospektiv charakterisieren (Koordination: Schneider, Höglinger)
    f. Sprache / Sprechen: Video-Atlas zur Differentialdiagnose von Parkinson Syndromen (Koordination: Mallien)
    g. Dysphagie: Screening Tool für klinisch relevante Dysphagie entwickeln und validieren (Koordination: Warnecke)
    h. Tau-PET: Thilo van Eimeren / Höglinger monitorieren das intl. Feld und kommunizieren sobald verlässlicher molekularer Tau-Tracer verfügbar scheint
    i. IPS-Zellen: von sporadischen, v.a. aber MAPT-mutierten PSP Patienten für funktionelle Analysen (Koordination: Hermann / Sigrid Schwarz)
    j. Remote patient monitoring: e.g. remote MoCA vs. F2F MoCA (Rejko Krüger)
    k. Brain Banking: muss implementiert werden (core protocol)
  4. Mehrere didaktische Arbeiten zur Weiterbildung der allgemeinen Ärzteschaft über die atypischen Parkinson Syndrome wurden erstellt:
    a. Respondek G, Levin J, Höglinger GU. Redefinition of Atypical Parkinsonian Syndromes. Neurology International Open. 2017;1:E2-E7.
    b. Respondek G, Levin J, Höglinger GU. Neudefinition atypischer Parkinsonian Syndrome. Aktuelle Neurologie. 2017;44:82-88.
    c. Höglinger GU, Kassubek J, Csoti I, Ehret R, Herbst H, Wellach I, Winkler J, Jost W. Differentiation of atypical Parkinson syndromes. J Neural Transm (Vienna). 2017. doi: 10.1007/s00702-017-1700-4.
    d. Gozes I, Höglinger G, Quinn JP, Hooper NM, Höglund K. Tau Diagnostics and Clinical Studies. J Mol Neurosci. 2017. doi: 10.1007/s12031-017-0983-0.
    e. Höglinger GU. Is it useful to classify Progressive Supranuclear Palsy and Corticobasal Degeneration as different disorders. NO. Movement Disorders Clinical Practice, in press
    f. Rohrer G, Höglinger G, Levin J. Symptomatic Therapy of Multiple System Atrophy. Autonomic Neuroscience: Basic and Clinical. 2017 Oct 27. pii: S1566-0702(17)30163-7.
  5. Die phänotypische Beschreibung der PSP wurde detailliert weiter bearbeitet:
    a. Respondek G, Kurz C, Arzberger T, Gelpi E, Giese A, Irwin DJ, Meissner W, Pantelyat A, Rajput A, van Swieten JC, Troakes C, Josephs KA, Lang AE, Mollenhauer B, Müller U, Nilsson C, Whitwell JL, Antonini A, Bhatia K, Bordelon Y, Corvol JC, Colosimo C, Dodel R, Grossman M, Kassubek J, Krismer F, Levin J, Lorenzl S, Morris H, Nestor P, Oertel WH, Rabinovici G, Rowe J, van Eimeren T, Wenning GK, Boxer AL, Golbe LI, Litvan I, Stamelou M, Höglinger GU, for the Movement Disorder Society-endorsed PSP Study Group. Which ante-mortem features predict progressive supranuclear palsy? Movement Disorders. 2017;32(7):995-1005. [IF: 6.0]
  6. Im März 2016 ist in München ein internationales Konsensus-Meeting zur Revision der Diagnostischen Kriterien der PSP durchgeführt worden. Die Mitglieder der DPG AG Atypische Parkinson Syndrome waren zahlreich vertreten (Höglinger GU, Gesine Respondek, Brit Mollenhauer, Ulrich Müller, Thomas Arzberger, Armin Giese, Jan Kassubek, Peter Nestor, Wolfgang H Oertel, Thilo van Eimeren). Drei Arbeiten wurden zu diesem Thema in 2017 publiziert:
    a. Boxer AL, Yu JT, Golbe LI, Litvan I, Lang AE, Höglinger GU. Advances in progressive supranuclear palsy: new diagnostic criteria, biomarkers, and therapeutic approaches.. The Lancet Neurology. 2017;16(7):552-563.
    b. Whitwell JL, Höglinger GU, Antonini A, Bordelon Y, Boxer AL, Colosimo C, Dodel R, van Eimeren T, Kassubek J, Kurz C, Pantelyat A, Respondek G, Rabinovici G, Rowe J, Stamelou S, Josephs KA, for the Movement Disorder Society-endorsed PSP Study Group. Neuroimaging biomarkers for diagnosis in PSP: Where are we and where do we need to be? Movement Disorders 2017;32(7):955-971. [IF: 6.0]
    c. Höglinger GU, Respondek G, Stamelou M, Kurz K, Josephs KA, Lang AE, Mollenhauer B, Müller U, Nilsson C, Whitwell JL, Arzberger T, Gelpi E, Giese A, Irwin DJ, Meissner W, Pantelyat A, Rajput A, van Swieten J, Troakes C, Antonini A, Bhatia K, Bordelon Y, Corvol JC, Colosimo C, Dickson D., Dodel R, Grossman M, Kassubek J, Krismer F, Levin J, Lorenzl S, Morris H, Nestor P, Oertel WH, Rabinovici G, Rowe JB, Schellenberg G, van Eimeren T, Wenning GK, Boxer AL, Golbe LI, Litvan I, for the Movement Disorder Societyendorsed PSP Study Group. Clinical Diagnosis of Progressive Supranuclear Palsy - The Movement Disorder Society Criteria. Movement Disorders, 2017;32(6):853-864. [IF: 6.0].
  7. Die Gruppe hat eine Investigator-initiierte Studie unter dem Namen PROESA aufgelegt. Die Studie dient der Untersuchung der Effizienz von EGCG den Krankheitsverlauf bei MSA zu verzögern. Mittlerweile wurde das Rekrutierungsziel innerhalb der geplanten Zeitvorgaben übererfüllt. Die Follow-up Periode der Patienten wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Studie befindet sich in statistischer Auswertung. Das Studienprotokoll wurde veröffentlicht:
    a. Levin J, Maaß S, Schuberth M, Respondek G, Paul F, Mansmann U, Oertel WH, Lorenzl S, Krismer F, Seppi K, Poewe W, Wenning G, Berg D, Claßen J, Ebersbach G, Eggert K, Kassubek J, Lipp A, Löhle M, Mollenhauer B, Münchau A, Südmeyer M, Blankenstein C, Eberhardt C, ErtlWagner B, Heise H, Ricard I; PROMESA study group., Giese A, Bötzel K, Höglinger G. The PROMESA-Protocol: Progression Rate of Multiple System Atrophy under EGCG Supplementation as anti-Aggregation-Approach. J Neural Transmission, 2016;123:439-45.
  8. Mitglieder der Studiengruppe haben sich erfolgreich an nationalen und internationalen genetischen Kooperationsprojekten beteiligt. Auf dieser Basis beteiligen wir uns aktuell auch an einer transatlantischen Studie zur Genom-Sequenzierung von definitiven PSP Patienten. Folgende Publikationen gingen in 2017 hervor:
    a. Karch CM Wen N, Fan CC, Yokoyama JS, Kouri N, Ross NA, Höglinger G, Müller U, Ferrari R, Hardy J, Schellenberg GS, International FTD-Genomics Consortium (IFGC)°, International Parkinson’s Disease Genomics Consortium (IPDGC)°, International Genomics of Alzheimer’s Project (IGAP)°, Miller BL, Sharma M, Deerlin VV, Smeland OB, Andreassen OA, Dale AM, Veldink JH, Desikan RS. Selective genetic overlap between amyotrophic lateral sclerosis and diseases of the frontotemporal dementia spectrum. JAMA Neurology. In press. [IF: 10.0]
    b. Broce I, Karch CM, Wen N, Fan CC, Wang Y, Tan CH, Kouri N, Ross OA, Höglinger GU, Muller U, Hardy J, International FTD-Genomics Consortium (IFGC), Momeni P, Hess CP, Dillon WP, Miller ZA, Rabinovici GD, Rosen HJ, Schellenberg GD, Franke A, Karlsen TH, Veldink JH, Ferrari R, Yokoyama JS, Miller BL, Andreassen OA, Dale AM, Desikan RS, Sugrue LP. Immune-related genetic enrichment in frontotemporal dementia. PLoS Medicine, in press. [IF: 11.9]
    c. Bonham L, Karch C, Fan CC, Tan CH, Geier E, Wang Y, Wen N, Broce I, Li Y, Barkovich M, Ferrari R, Hardy J, Momeni P, Höglinger G, Müller U, Hess C, Segrue L, Dillon W, Schellenberg G, Miller B, Andreassen O, Dale A, Barkovich AJ, Yokoyama J, Desikan R. CXCR4 involvement in neurodegenerative diseases. Molecular Psychiatry, in press. [IF: 13.2]
    d. Yokoyama JS, Karch CM, Fan CC, Bonham LW, Kouri N, Ross OA, Kim J, Wang Y, Höglinger GU, Muller U, Ferrari R, Hardy J, Sugrue LP, Hess CP, Barkovich AJ, Boxer AL, Seeley WW, Rabinovici GD, Rosen HJ, Miller BL, Schmansky NJ, Fischl B, Hyman BT, Dickson DW, Schellenberg GD, Andreassen O, Dale A, Desikan RS. Shared genetic risk between corticobasal degeneration, progressive supranuclear palsy and frontotemporal dementia. Acta Neuropathol, 2017;133:825-837 [IF 11.4].
  9. Es wurden wichtige methodische Arbeiten zur Planung zukünftiger Therapiestudien durchgeführt:
    a. Höglinger GU, Schöpe J, Stamelou M., Kassubek J., Del Ser T, Boxer AL, Wagenpfeil S, Huppertz HJ, Longitudinal MRI volumetry as a read-out for clinical trials in progressive supranuclear palsy: new combined score. Movement Disorders. 2017;32(6):842-852. [IF: 6.0]
  10. Fünf deutsche Zentren haben gemeinsam die bislang größte MRT Studie einer großen Kohorte von Patienten mit PD, PSP, und MSA zusammengelegt und analysiert, mit dem Ziel die besten morphometrischen Differentialdiagnose-Marker zu identifizieren. Folgende Manuskripte sind aus dieser Arbeit hervorgegangen:
    a. Möller L, Huppertz HJ, Südmeyer M, Hilker R, Hattingen R, Egger K, Amtage F, Respondek G, Stamelou M, Schnitzler A, Oertel WH, Knake S, Kassubek J, Höglinger GU. Manual MRI Morphometry in Parkinsonian Syndromes. Movement Disorders, 2017;32:778-782.
    b. Kassubek J, Huppertz HJ, Höglinger GU. The need for wholebrain MRI analysis in parkinsonian syndromes. Movement Disorders, 2017;32(8):1261-1262.
  11. Zwei neuartige Tau PET Tracer wurden an zwei beteiligten Zentren etabliert:
    a. Brendel M., Schönecker, G.U. Höglinger, S. Lindner, J. Havla, Blautzik, J. Sauerbeck, G. Rohrer, C. Zach, F. Vettermann, A.E. Lang, G Nübling, P. Bartenstein, K. Furukawa, A. Ishiki, K. Bötzel, A. Danek, N. Okamura, J. Levin, A. Rominger. [18F]-THK5351 tau-PET Correlates with Topology and Symptom Severity in Progressive Supranuclear Palsy. Frontiers in Aging Neuroscience. In Druck.
    b. Kerstin Schweyer, MD; Marc Aurel Busche, MD, PhD; Jochen Hammes, MD; Andreas Zwergal, MD; Carsten Buhmann, MD; Thilo van Eimeren, MD; Günter U. Höglinger. Eyes up: Ocular motor apraxia as essential differential diagnosis to supranuclear gaze palsy. Neurology. In Druck.
  12. Zwei randomisierte, Placebo-kontrollierte, multi-zentrische Tau Antikörper Studien bei PSP konnten für die Studiengruppe implementiert werden (Biogen, AbbVie). Sie werden 2018 mit der Rekrutierung starten.

Wir danken der DPG für die großzügige Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Günter Höglinger
Translationale Neurodegeneration & Klinik für Neurologie
Technische Universität & DZNE München

Jahresbericht 2017 AG Früherkennung Parkinson

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Mit Unterstützung der DPG haben Mitglieder der AG Früherkennung Daten ihrer prospektiven Kohortenstudien ausgetauscht und gemeinsam analysiert. Zusammengenommen konnten insgesamt Daten von 35 inzidenten Parkinson-Fällen sowie von über 2500 gesunden Personen basierend auf den Kohorten Depression-PD (Rostock, Prof. Uwe Walter), EPIPARK (Lübeck, Prof. Meike Kasten), PRIPS (Homburg, PD Dr. Stefanie Behnke; Tübingen, Prof. Daniela Berg) und TREND (Tübingen, Prof. Daniela Berg) analysiert werden. Informationen zu 10 Risiko- und Prodromal-Markern (welche Jahre vor der Parkinson-Diagnose erhoben wurden) wurden zur Berechnung der individuellen prodromalen Parkinson-Wahrscheinlichkeit gemäß der Forschungskriterien für Prodromales Parkinson der Movement Disorder Society berechnet. Zudem wurde untersucht, inwiefern Marker je nach Alter und Geschlecht einer Person unterschiedliche prädiktive Werte für Parkinson besitzen (Analysen und Koordination: Dr. Sebastian Heinzel). Die Erkenntnisse dieser gemeinsamen Arbeit könnten zu einer zuverlässigeren Früherkennung von Parkinson betragen. Das Manuskript zur Studie befindet sich derzeit unter Begutachtung.

Die AG Mitglieder Dr. Sebastian Heinzel, PD Dr. Stefanie Behnke und Prof. Meike Kasten haben einen Fortbildungslehrgang zur „Parkinson-Früherkennung“ auf dem DPG Kongress in Baden Baden angeboten. Hier wurden neben dem Konzept der prodromalen Phase von Parkinson, auch praktische Berechnungsbeispiele der prodromalen Parkinson-Wahrscheinlichkeit, sowie Probleme und Relevanz der Parkinson-Früherkennung in der Klink und Gesellschaft behandelt und mit den Fortbildungsteilnehmern diskutiert.

Dr. Stefanie Lerche hat zudem eine Übersichtsarbeit zu Kohortenstudien zur Parkinson-Früherkennung begonnen. Viele der Forscher wissen nicht welche Daten/Studien weltweite überhaupt existieren. Forscher und Daten sollen international für gemeinsame Analysen zur Parkinson-Früherkennung zusammengebracht werden (ähnlich des oben genannten Gemeinschaftprojektes deutscher Kohorten der DPG, AG Früherkennung). Durch diese Übersichtsarbeit sollen internationale Kooperationen und der Austausch von Daten angeregt werden, um die Parkinson-Früherkennung auf einer größeren Datenbasis als durch Einzel-Kohorten möglichst gemeinsam weiter zu erforschen und zu verbessern.

Die Arbeitsgruppe REM-Schlafverhaltensstörung (German RBD Study Group- GRBDSG) konzentriert sich auf den spezifischen prodromalen Phäno-Typ der Parkinson-Krankheit und anderer Alpha-Synukleinopathien (Demenz mit Lewy-Körper-Typ, Multisystematrophie). Die Arbeitsgruppe traf sich zweimal im Jahr 2017. Sie besteht aus Wissenschaftlern und Klinikern der Universitäten Aachen, Berlin, Dresden, Jena, Kassel/Göttingen, Marburg, München (LMU), Münster und dem Standort Treysa. Es wurde ein Protokoll für die systematische Erhebung von MRT-Bildern (federführend Frau Prof. K. Reetz, Aachen) erstellt. Weiterhin wurde ein Kooperationsprojekt im Bereich der Hautbiopsie bei RBD für den Nachweis von Phospho-Alpha-Synuklein (Marburg/Würzburg) in Hautnerven abgeschlossen. Eine entsprechende Publikation erschien in Acta Neuropathologika- Doppler et al 2017. Weiterhin konnte eine mehrjährige Forschungstätigkeit im Bereich der Mikrobiom-Analyse zwischen Kassel/Marburg und Luxemburg abgeschlossen und veröffentlicht werden (Heintz-Buschart et al 2018). Die binationale Studie zwischen Deutschland und Holland in Bezug auf Fluorodesoxyglukose-PET wurde im Rahmen der Pilotphase (REM-PET1) ausgewertet und die Daten in zwei Manuskripten veröffentlicht (Meles et al 2017, Meles et al 2018 – in Druck)

Zusammenfassend steigt der Grad der Kooperation zwischen den einzelnen Gruppen in der GRBDSG. Es wird jetzt versucht, im Jahre 2018 Mittel einzuwerben, um die wissenschaftlichen Projekte finanziell zu unterstützen.

Kontakte zur Arbeitsgruppe GBA bestehen, sollten ausgebaut werden.

Grundsätzlich freuen wir uns über jedes neue Mitglied der AG Früherkennung und GRBDSG. Für die GRBDSG ist entscheidend, dass der Standort ein qualifiziertes Schlaflabor besitzt und Schlafableitungen nach den Konsensuskriterien der Internationalen RBD-Studiengruppe durchführt. Die eigentliche Ableitung kann dann Herrn Prof. Mayer (Marburg/Treysa) elektronisch zugesandt und dort dann ausgewertet werden.

Abschließend werden derzeit sämtliche Patienten die eine Video Polysomnographisch gesicherte RBD Diagnose besitzen, in die Internet basierte Datenbank der GRBDSG eingepflegt und dann ausgewertet. Es geht darum welche klinischen Faktoren können als Prädiktoren für das Übergehen des RBD Phäno-Typs in das manifeste Parkinsonkrankheitsbild gewertet werden. Derzeit sind in der Datenbank 170 Patienten dokumentiert. Die Auswertung wird dieses Jahr abgeschlossen.

Jahresbericht 2017 AG Niedergelassene Ärzte

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Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Niedergelassene Ärzte in der Deutschen Parkinson Gesellschaft sind:

Dr. Dirk Becker, Dr. Reinhard Ehret, Dr. Heinz Herbst, Dr. Werner Hofmann, Dr. Martina Müngersdorf, Dr. Robert Pfister; Alexander Simonow; Dr. lngmar Wellach. Sprecher: Dr. Reinhard Ehret

Im Jahr 2017 führte die Gruppe weiterhin bundesweit die Ausbildung von medizinischen Fachangestellten zu "Parkinson Assistentinnen" und Parkinson-spezifische Fortbildung für Neurologen und Nervenärzte durch.

ln mehreren Telefonkonferenzen und in der Quanup- Mitgliederversammlung wurden Kriterien zur Definition von "Parkinson-Schwerpunktpraxen" erstellt, einschließlich System zu deren Überwachung und unabhängiger Zertifizierung.

Die Arbeitsgruppe plant die Durchführung von Versorgungsforschung in den beteiligten Praxen. Inhalte, rechtliche Bedingungen, mögliche Datenbanken, Implementierung in den Praxen, Nutzung möglicher Daten und Finanzierung des Projekts wurden konsentiert. (siehe Anhang).

Die Arbeitsgruppe kritisiert den erheblichen Korrekturbedarf am Bundeseinheitlichen Medikamentenplan in der bisherigen Form und bietet Hilfe zur Überarbeitung/ Verbesserung an. ( U.a. können die für viele Parkinsonpatienten notwendigen Einnahmezeiten nicht übersichtlich dokumentiert werden, ebenso wenig die medikamentöse Versorgung mit Medikamentenpumpen.)

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Reinhard Ehret
Neurologe

NEUROLOGIE BERLIN
PRAXIS DR. EHRET / DR. VON PANNWITZ
Schloßstraße 97
12163 Berlin-Steglitz
Fon: 030.79 08 85 0
Fax: 030.79 08 85 99

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