Aktuelles

Jahresbericht 2015 AG Neuropsychologie

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Zusammensetzung der AG, Stand 12/2015

Die AG setzt sich derzeit aus zehn Mitgliedern – sowohl Psychologinnen und Psychologen als auch Neurologen - zusammen. Die aktuellen Mitglieder sind:

Dipl.-Psych. Saskia Elben
Neurologische Klinik
Universitätsklinik Düsseldorf
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Dr. Susanne Gräber-Sultan
Hertie Institut für klinische Hirnforschung und
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Abtl. Neurodegeneration, Tübingen
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Prof. Dr. Elke Kalbe
(Sprecherin)
Medizinische Psychologie, Uniklinik Köln
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Dr. Inga Liepelt-Scarfone
(stellvertretende Sprecherin)
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und
Hertie Institut für klinische Hirnforschung, Abt. Neurodegeneration, Tübingen
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PD Dr. Oliver Riedel
Leibniz Institute for Prevention Research and Epidemiology – BIPS GmbH
Division Clinical Epidemiology, Bremen
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Dr. Dipl.-Psych. Hubert Ringendahl
Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie, Wuppertal
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Dipl.-Psych. Jan Rosen
Institut für Gerontologie & Center für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI)
Universität Vechta
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Dr. Sandra Röske
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
Klinische Forschung, Bonn
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Dr. Nele Schmidt
Neurologische Universitätsklinik Kiel
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Prof. Dr. Karsten Witt
Neurologische Universitätsklinik Kiel
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Dr. med. Lars Wojtecki
Neurologische Klinik
Universitätsklinik Düsseldorf
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Treffen und Vernetzung der AG

Die AG Neuropsychologie traf sich am 18.4.2015 im Rahmen des Kongresses der DPG in Berlin; das Protokoll liegt der DPG vor. Frau Prof. Kalbe wurde als Sprecherin bestätigt, Frau Dr. Liepelt-Scarfone als stellvertretende Sprecherin gewählt. Die AG hat sich weiterhin durch mehrere Telefonkonferenzen insbesondere innerhalb zwei ihrer Fokusgruppen ausgetauscht:

  • Aktivitäten der Fokusgruppe 1: Erarbeitung von Leitlinien zur Diagnostik neuropsychologischer Störungen bei Parkinsonpatienten für den deutschsprachigen Raum
    Im Rahmen der Fokusgruppe 1 wurden in einem ersten Schritt verschiedene Leitlinienkonzepte (AWMF, SIGN) evaluiert und deren Umsetzung diskutiert. In diesem Rahmen fanden regelmäßige Telefonkonferenzen der Mitglieder statt. Aufgrund der fehlenden finanziellen Unterstützung und zeitlichen Ressourcen wurde beschlossen einen systematischen Übersichtsartikel im Nervenarzt zu publizieren. Der Artikel richtet sich an Kliniker, die im neuropsychologischen Bereich mit Parkinsonpatienten arbeiten. Gegenstand des Artikels stellen Empfehlungen geeigneter Testverfahren zur Diagnose kognitiver Störungen im deutschsprachigen Raum dar. Aufgaben an die einzelnen Fokusgruppenmitglieder wurden verteilt, die Einreichung des Artikels ist für April/Mai 2016 geplant.
  • Aktivitäten der Fokusgruppe 3: Psychosoziale Interventionen
    Im Rahmen der Fokusgruppe 3 wurde in intensiver Zusammenarbeit eine randomisierte, kontrollierte Studie zu kognitivem Training bei Parkinsonpatienten mit leichten kognitiven Störungen als Multicenterstudie unter Beteiligung der Unikliniken Tübingen, Düsseldorf, Kiel und Köln geplant. Es wurde ein Antrag zur Projektförderung an den ParkinsonFonds gestellt und bewilligt; hierbei wird die Hauptstudie „Cognitive training for treatment of cognitive dysfunctions and prevention of cognitive decline in patients with Parkinson´s disease and mild cognitive impairment: behavioural effects, prediction of response and underlying mechanisms“ (PI: Elke Kalbe, Co-PI: Inga Liepelt-Scarfone) mit 66.040€, die Zusatzstudie „EEG correlates of cognitive training in patients with Parkinson´s disease and mild cognitive impairment“ (PI: Lars Wojtecki) mit 38.700€ gefördert. Die Studie beginnt Anfang 2016, die geplante Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Prof. Dr. Elke Kalbe
Sprecherin der AG
Köln, 16.12.2015

Dr. Inga Liepelt-Scarfone
Stellvertretende Sprecherin der AG
Tübingen, 16.12.2015

Jahresbericht 2015 AG Atypische Parkinson-Syndrome

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Im Jahr 2015 hat die Arbeitsgruppe Atypische Parkinson Syndrome der die DPG folgende Projekte realisiert:

  1. Zwei in personam Treffen wurden anlässlich des Dt. Parkinson Kongress (04.2015) in Berlin und des Kongresses der Dt. Gesellschaft f. Neurologie (09.2015) in Düsseldorf zum gegenseitigen Informationsaustausch und zur Planung gemeinsamer Aktivitäten durchgeführt.
  2. Mit Unterstützung der DPG wurde ein Protokoll, Ethikantrag und Datensicherheitskonzept zu einer nationalen Kohortenstudie für PSP Patienten (ProPSP) erarbeitet. Eine Datenbank mit Web-basiertem Data-capture System wurde implementiert.
  3. Es wurde beschlossen, eine analoge prospektive Kohortenstudie für MSA zu planen (ProMSA). Ein Protokoll wird derzeit erarbeitet.
  4. Für März 2016 ist in München ein internationales Konsensus-Meeting zur Revision der Diagnostischen Kriterien der PSP geplant worden.
  5. Die Gruppe hat eine Investigator-initiierte Studie unter dem Namen PROESA aufgelegt. Die Studie dient der Untersuchung der Effizienz von EGCG den Krankheitsverlauf bei MSA zu verzögern. Mittlerweile wurde das Rekrutierungsziel innerhalb der geplanten Zeitvorgaben übererfüllt. Das Follow-up der Patienten verläuft derzeit planmäßig.
  6. Fünf dt. Zentren haben MRT Daten einer großen Kohorte von Patienten mit PD, PSP, und MSA zusammengelegt und analysiert, mit dem Ziel die besten morphometrischen Differentialdiagnose-Marker zu identifizieren. Ein Manuskript ist in Vorbereitung.

Wir danken der DPG für die großzügige Unterstützung.

Prof. Dr. med. Günter Höglinger
Translationale Neurodegeneration & Klinik für Neurologie
Technische Universität & DZNE München
München, 23.10.2015

Jahresbericht 2014 AG Neuropsychologie

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Zusammensetzung der AG, Stand 12/2014

Es gab einige Neuzugänge in der AG. Sie setzt sich derzeit aus elf Mitgliedern – sowohl Psychologinnen und Psychologen als auch Neurologen – zusammen. Die Mitglieder sind:

Dipl.-Psych. Saskia Elben
Neurologische Klinik
Universitätsklinik Düsseldorf
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Prof. Dr. Elke Kalbe
(aktuelle Sprecherin)
Institut für Gerontologie & Center für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI)
Universität Vechta
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Dr. Inga Liepelt-Scarfone
Neurologische Universitätsklinik Tübingen
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Dipl.-Psych. Annette Petrelli
Nicht bekannt
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PD Dr. Oliver Riedel
Leibniz Institute for Prevention Research and Epidemiology – BIPS GmbH
Division Clinical Epidemiology, Bremen
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Dipl.-Psych. Jan Rosen
Institut für Gerontologie & Center für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention (CeNDI)
Universität Vechta
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Dr. Sandra Röske
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsklinik Bonn
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Dipl.-Psych. Martina Schaumburg
Paracelsus-Elena-Klinik Kassel
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Dr. Nele Schmidt
Neurologische Universitätsklinik Kiel
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Prof. Dr. Karsten Witt
Neurologische Universitätsklinik Kiel
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Dr. med. Lars Wojtecki Neurologische Klinik
Universitätsklinik Düsseldorf
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Vernetzung der AG und thematische Fokussierung

Die AG Neuropsychologie hat sich im Jahr 2014 durch Telefonkonferenzen und das Treffen am 31.10.2014 an der Universitätsklinik Düsseldorf (das Protokoll liegt dem Vorstand der DPG vor) stark vernetzt und thematische Fokussierungen vorgenommen. Folgende Fokusgruppen wurden manifestiert:

  • Fokusgruppe 1: Erarbeitung von Leitlinien zur Diagnostik neuropsychologischer Störungen bei Parkinsonpatienten für den deutschsprachigen Raum; Sprecherinnen: I. Liepelt-Scarfone und S. Röske
  • Fokusgruppe 2: Neuropsychologie bei Tiefer Hirnstimulation (THS); Sprecher: K. Witt
  • Fokusgruppe 3a: Neuropsychologische/ psychosoziale Therapien bei Parkinsonpatienten, Part I: Bestandsaufnahme (noch kein Sprecher gewählt)
  • Fokusgruppe 3a: Neuropsychologische/ psychosoziale Therapien bei Parkinsonpatienten, Part II: 3b: Erarbeitung und Evaluation vonInterventionsprogrammen; Sprecherin: E. Kalbe

Weitere Organisation

Die weitere Arbeit der AG findet in den oben genannten Fokusgruppen statt, die regelmäßig an die Gesamt-AG berichten. Einmal jährlich möchte sich die AG im Ganzen treffen, das nächste Mal voraussichtlich auf dem Deutschen Parkinson-Kongress in Berlin im April 2015.

Köln, 31.12.2014

Jahresbericht 2014 AG Atypische Parkinson-Syndrome

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Im Jahr 2014 hat die Arbeitsgruppe Atypische Parkinson-Syndrome der DPG folgende Projekte realisiert:

Mit finanzieller Unterstützung durch die DPG wurde ein Protokoll und Ethikantrag zu einer nationalen Kohortenstudie für PSP-Patienten (ProPSP) erarbeitet.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Erstbeschreibung der PSP wurde in München ein internationales Symposium zur Bestimmung des aktuellen Wissensstandes und der zukünftigen Forschungsaktivitäten durchgeführt:
zur Kongress-Website
Zwei in personam Treffen wurden anlässlich des Deutschen Parkinson-Kongresses und des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie zum gegenseitigen Informationsaustausch durchgeführt.
Die Gruppe hat eine Investigator-initiierte Studie aufgelegt, zur Untersuchung der Effizienz von EGCG den Krankheitsverlauf bei MSA zu verzögern. Mittlerweile wurden alle deutschen Studienzentren initiiert und die Rekrutierung der Patienten verläuft planmäßig. 90 Patienten sind geplant. Aktuell sind 50 Patienten eingeschlossen.

Wir danken der DPG für die großzügige Unterstützung.

Jahresbericht 2014 AG Früherkennung Parkinson

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Am 8.03.2014 fand das diesjährige Treffen der AG Früherkennung Parkinson im Rahmen des Marburger Parkinson Symposiums statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte waren:

  • Zusammenstellung der Erhebungen und Erhebungstechniken innerhalb der derzeit durchgeführten Longitudinalstudien in Bezug auf Risiko- und Frühmarkerder Erkrankung
  • Diskussion eines Minimal-Datensatzes, um die Studienergebnisse vergleichen zu können.

Basierend auf diesen Diskussionen wurde ein Minimal-Datensatz entwickelt und als weitere Diskussionsgrundlage an die Mitglieder der AG gesendet.

Die Notwendigkeit einer Harmonisierung der derzeitigen Longitudinalstudien im Bereich Parkinson betrifft nicht nur Deutschland sondern ist weltweit ein wichtiges Thema. Intensive europaweite Kooperationen einzelner Mitglieder der AG Früherkennung belegen diesen Bedarf. Daher initiierten die AG-Mitglieder, die selber Longitudinalstudien in der Prodromal-/Frühphase der Erkrankung durchführen, zusammen mit Kollegen der EU einen Antrag im Rahmen des JPND-Prgramms mit dem Titel: Harmonisation of biomarker assessment in longitudinal cohort studies in Parkinson’s disease“, der bei der JPND Research Organisation gestellt wurde. Dieser wurde bewilligt und wird derzeit für eine Laufzeit von sechs Monaten gefördert. Basierend auf den Ergebnissen ist ein Folgeantrag geplant, der weiterhin maßgeblich von Mitgliedern der AG-Früherkennung der DPG getragen sein wird.

Die derzeit erarbeiteten Strukturen für die Erhebung von Datensätzen werden ab kommendem Jahr der DPG zur Verfügung stehen.

Jahresbericht 2014 AG Niedergelassene Ärzte

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Diskussionspapier: Merkmale zur Strukturqualität von Parkinson-Schwerpunktpraxen
Stand: 13.01.2014

Einleitung

Das vorliegende Diskussionspapier definiert Merkmale zur Strukturqualität, die die Grundlage einer Anerkennung von Einrichtungen als Parkinson Schwerpunktpraxis darstellen. Sie beziehen sich ausdrücklich auf zur ambulanten kassenärztlichen Versorgung zugelassene neurologische Einrichtungen, die ein spezielles diagnostisches und therapeutisches Angebot für Parkinson Patienten und Patienten mit verwandten Bewegungsstörungen vorhalten.

Die Kernkompetenz der „ambulanten Parkinson Schwerpunktpraxis“ besteht darin, umfassende Behandlungskonzepte für alle Schweregrade und Stadien der Parkinson Erkrankungen zu gewährleisten. Dazu hält das „ambulante Parkinson Kompetenzzentrum“ definierte strukturelle und personelle Ressourcen vor und koordiniert die Zusammenarbeit der verschiedenen, beteiligten Behandler.

Die Parkinson-Schwerpunktpraxis soll mit Vertretern der folgenden Fachbereiche Kooperationen ausbilden:

a) Neurologie
b) Psychiatrie
c) Neuropsychologie
d) Urologie
e) Innere Medizin
f) Radiologie
g) Psychosoziale Betreuung und Sozialdienst
h) Physiotherapie
i) Ergotherapie
j) Logopädie
k) stationäres Parkinson Zentrum (Universitäre Abteilung)
l) Rehabilitationsmedizin, Reha Sport

Die Behandlung in der Parkinson Schwerpunktpraxis erstreckt sich auf folgende Tätigkeiten:

a) Erstellen eines diagnostischen Konzeptes für jeden einzelnen Patienten
b) Durchführung und Beurteilung diagnostischer Maßnahmen einschließlich der Diagnostik von Begleit- und Folgeerkrankungen
c) Planung und Durchführung der Therapie unter Anwendung wissenschaftlich anerkannter Therapieverfahren
d) Beratung bezüglich der verfügbaren Therapieverfahren für die fortgeschrittene Parkinson Krankheit, Überwachung und Betreuung nach einer tiefen Hirnstimulation oder Anlage einer Pumpe
e) Therapie von Begleit-und Folgeerkrankungen ggf. mit Kooperationspartnern
f) Neuropsychologische und psychosoziale Betreuung ggf. mit Kooperationspartnern
g) Pallivativmedizinische Betreuung
h) Supportive Therapie (Behandlungen der Nebenwirkungen und Komplikationen, der Therapie oder der Erkrankung, Ernährungsberatung, Angehörigenberatung, Physiotherapie, Ergotherapie)

Strukturmerkmale der Parkinson-Schwerpunktpraxis

A. Zentrumsausstattung

  • A.1 Mindestzahlen
    Eine Parkinson-Schwerpunktpraxis sollte eine Mindestzahl von 80 Parkinson Patienten pro Quartal haben
  • A.2 Bauliche Gestaltung
    Die bauliche Gestaltung sollte behindertengerecht sein
  • A.3 Diagnostische Ausstattung
    Eine ausreichende diagnostische Ausstattung auf neurologischem Fachgebiet isteventuell in Kooperation mit Partnern vorzuhalten. Zur diagnostischen Ausstattung gehören:
    • A.3.1 Duplexsonographie
    • A.3.2 Elektrophysiologische Diagnostik zur DD
    • A.3.3 Zugriff auf MRT-Diagnostik und nuklearmedizinische Untersuchungen gegeben
    • A.3.4 Zugriff auf Labordiagnostik einschließlich Liquoruntersuchung
    • A.3.5 Riechtestung
    • A.3.6 Möglichkeiten zur Durchführung eines L-DOPA Tests
    • A.3.6 Neuropsychologische Testung
    • A.3.7 Kooperation mit Facharzt für Urologie
    • A.3.8 Kooperation mit Facharzt für Innere Medizin/Kardiologie und Facharzt fürGastroenterologie
    • A.3.9 Kooperation mit einer stationären Einrichtung mit Schwerpunkt Parkinson

B. Patientenbehandlung

  • B.1 Durch die Anerkennung als Parkinson-Schwerpunktpraxis soll eine optimale Behandlung von Parkinson-Patienten unter Einbeziehung der Angehörigen sichergestellt werden. Hierzu sollten folgende Merkmale erfüllt sein:
    • B.1.1 Die Parkinson-Diagnostik und Therapie erfolgt entsprechend den Leitlinien der DGN
    • B.1.2 Bei den behandelten Patienten erfolgt die jährliche Erhebung der UPDRS Teil III
    • B.1.3 Standardisierte Dokumentation der behandelten Parkinson Patienten
    • B.1.4 Schulungen der Patienten und Angehörigen zu spezifischen Themen der Erkrankung werden durchgeführt
    • B.1.5 Voraussetzungen zur Betreuung von Patienten mit Hirnstimulatoren und Apomorphin und Duodopa Pumpen sind vorhanden
    • B.1.6 Die Möglichkeiten einer qualifizierten Physio-, Ergotherapie bzw. Logopädie und Reha-Sport sollten gemäß der aktuellen Symptomatik der Patienten eingesetzt werden.
    • B.1.7 Eine etablierte Kooperation mit Urologen (zum optimalen Symptom-Management bei Blasenfunktionsstörungen) sowie mit Internisten muss gegeben sein.
    • B.1.8 Kooperationen mit einem stationären Zentrum für Parkinson Erkrankungen zur Behandlung schwer kranker Patienten, zur Anlage einer Pumpentherapie oder Durchführung einer Tiefen Hirnstimulation
    • B.1.9 Kooperationen mit einer ambulanten oder stationären neurologischen Reha-Einrichtung
    • B.1.10 Kooperation mit einer psychiatrischen oder gerontopsychiatrischen Klinik

C. Personelle Ausstattung

  • C.1 Fachärztliche Leitung
    In einer Parkinson-Schwerpunktpraxis muss mindestens ein Arzt über die Anerkennung als Facharzt für Neurologie oder als Nervenarzt verfügen. Diese/r muss nachweislichSpezialkenntnisse auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Parkinson Erkrankungenbesitzen. Diese müssen deutlich über den Standard fachärztlichen neurologischen Fachwissenshinausgehen und sich regelmäßig und nachweislich auf nationalen und internationalen Fachtagungen zum Thema Parkinson Krankheit weiterbilden. Der QUANUP Verein bietet in Kooperation mit der DPG und der DGN ein entsprechendes Fortbildungscurriculum an.
    • C.1.1 Qualifikation als Facharzt für Neurologie/Nervenarzt gegeben
    • C.1.2 Nachweis von Kenntnissen in spezifischen Skalen, z.B. UPDRS
    • C.1.3. Mindestens 5 jährige Erfahrung in der Behandlung von Parkinson Patienten.
    • C.1.4. Nachweis des regelmäßigen Besuchs von Fortbildungen oder Teilnahme an Qualitätszirkeln zum Thema Parkinson und verwandte Bewegungsstörungen
      Der ärztliche Leiter kann Fortbildungen zu den Themen nachweisen:
      A Früherkennung der Erkrankung
      B Differenzialdiagnose, atypische Parkinson-Syndrom
      C medikamentöse und nicht medikamentöse Therapie
      D Nicht motorische Symptome
      E Fortgeschrittenes Parkinson-Syndrom mit theoretischen Fortbildungen und praktischen Übungen (Hands-on workshops) zur Therapie mit Hirnschrittmachern und Pumpen

      Für einen Zeitraum von 3 Jahren wird für bereits langjährig tätige Ärzte eine Übergangsregelung wirksam. Ärzte mit mehr als 10jähriger regelmäßiger Erfahrung in der Behandlung von Parkinson-Patienten können einen Antrag auf Anerkennung von bereits absolvierten Fortbildungsveranstaltungen und praktischen Erfahrungen stellen oder sich den Erwerb ausreichender Kenntnisse gemäß dem Fortbildungscurriculum von einer Einrichtung mit Schwerpunkt Parkinson bescheinigen lassen. Zur Bearbeitung der Anträge wird von der DPG und QUANUP eine Kommission eingesetzt, die über die Anerkennung entscheidet.
  • C.2 Medizinische Fachangestellte
    Eine MFA mit besonderer Qualifikation im Bereich Morbus Parkinson (PASS) ist vorzuhalten. Kenntnisse über die Erkrankung, die über den üblichen Wissensstand dieser Erkrankung hinausgehen, müssen deutlich sein. Die PASS sind im Umgang mit den speziellen Problemen der Erkrankung in fortgeschrittenen Stadien geschult und erfahren.
    • C.2.1 Die PASS hat ein Fort- und Weiterbildungscurriculum entsprechend den Vorgaben von QUANUP absolviert.

D. Zertifizierung und Qualitätsmanagement

Um die Behandlungsqualität in den zertifizierten Parkinson-Praxen sicherzustellen, ist die Anerkennung auf eine Laufzeit von fünf Jahren beschränkt. Durch entsprechende Maßnahmen ist intern sicherzustellen, dass die Arbeitsqualität laufend kontrolliert wird.

  • D.1 Die Zertifizierung zur Schwerpunktpraxis wird von einem unabhängigen Institut vorgenommen. Die Zertifizierungsnachweise werden in strittigen Fällen oder in begründeten Einzelfällen (z.B. Anträge auf eine Übergangsregelung) von einem Beratergremium aus Mitgliedern des DPG und QUANUP Vorstands geprüft. Das Beratergremium kann Zertifizierungen bestätigen oder widerrufen.
  • D.2 Rezertifizierungen sind in Abständen von 5 Jahren erforderlich. Voraussetzungen für die Rezertifizerung ist der Nachweis einer regelmäßigen Teilnahme an Parkinson-Fortbildungsveranstaltungen und die Erfüllung der oben definierten Qualitätskriterien. Die Erfüllung der Qualitätskriterien wird durch Evaluierung der Eingabe von Patientendaten in eine strukturierte Datenbank überprüft. In der Datenbank müssen die geforderten Patientenzahlen und die regelmäßige Durchführung der in Abschnitt A3 und B1 genannten Punkte dokumentiert werden.
  • D.3 Patientenbeschwerden werden systematisch bearbeitet
  • D.4 Regelmäßige Patientenbefragungen finden statt
  • D.5 Ein Ansprechpartner für Patientenwünsche und –beschwerden ist benannt
  • D.6 Gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen mit den an der Behandlung beteiligten Partnern
  • D.7 Teilnahme an von QUANUP organisierten überregionalen Qualitätszirkeln/Netzwerktreffen mindestens 1 x jährlich zur kontinuierlichen Schulung

E. Ausschlusskriterien

Die beteiligten Praxen verpflichten sich die Betreuung und Behandlung der Parkinson-Patienten entsprechend den Vorgaben der Fachgesellschaften durchzuführen. Das Angebot bzw. die Durchführung von diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen, die von den Maßgaben und Empfehlungen der DPG, QUANUP oder der DGN nicht abgedeckt sind, schließt eine Zertifizierung als Schwerpunktpraxis aus.

Eine Kooperation mit der Deutschen Parkinson Gesellschaft und dem Parkinson-Kompetenznetz sowie QUANUP wird vorausgesetzt, zum Beispiel durch- Bereitstellung von Informationen zu neuen Forschungsergebnissen und regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen der DPG oder QUANUP.

Anhang

Curriculum Fortgeschrittenes Parkinson-Syndrom

  1. Theoretische Grundlagen
    1.1 Kennzeichen und Komplikationen des fortgeschrittenen Parkinson Syndroms
    1.2 Therapeutische Optionen im fortgeschrittenen Stadium
    1.3 Grundlagen der Pumpentherapie
    a. Darstellung des Verfahrens
    b. Indikationsstellung und Patientenauswahl
    c. Risiken und Komplikationen
    d. Nachsorgekonzept
    1.4 Tiefe Hirnstimulation
    a. Darstellung des Verfahrens
    b. Indikationsstellung und Patientenauswahl
    c. Risiken und Komplikationen
    d. Nachsorgekonzept
  2. Praktische Handhabung mit „Hands on“-Workshop
    a. Praktische Handhabung der Pumpe
    b. Praktische Handhabung des Hirnschrittmachers
    c. Nachbetreuung und Langzeitmanagement
    d. Troubleshooting : Umgang mit Komplikationen
    e. Praktische Übungen mit Patienten

Parkinson-Assistentinnen-Fortbildung

Aufbau und Ablauf der PASS-Fortbildungen

QUANUP hat als Teil eines strukturierten Versorgungskonzeptes zur Optimierung der ambulanten Versorgung von Parkinson Patienten ein Fortbildungscurriculum zur Qualifizierung von Medizinischen Fachangestellten zur Parkinson-Assistentin (PASS) entwickelt. Seit 2009 führt QUANUP in Kooperation mit den Berufsverbänden BDN und BVDN deutschlandweit an mehreren Standorten regelmäßig strukturierte Fortbildungsveranstaltungen zur Schulung von medizinischen Fachangestellten durch. Die Teilnehmerinnen der Fortbildungen erhalten nach einer bestandenen Abschlussprüfung ein Zertifikat.

Die PASS-Fortbildungen werden an insgesamt 2 Wochenenden jeweils am Freitagnachmittag und am Samstag ganztags durchführt. Die Zahl der Kursteilnehmer ist auf 15 Personen begrenzt. Die Kurse sind kostenpflichtig, Mitarbeiterinnen aus Praxen von QUANUP und BVDN Mitgliedern bezahlen eine vergünstigte Teilnahmegebühr. Die PASS-Kurse werden von Neurologen aus Parkinson-Schwerpunktpraxen und bereits ausgebildete PASS geleitet.

Die Referenten der PASS-Kurse an den verschiedenen Standorten in Deutschland legen die Kurstermine und Kursorte fest. Diese Daten werden von den Referenten in ein Anmeldeformular eingegeben und an die Geschäftsstelle weiter geleitet. Die Termine für die geplanten Fortbildungskurse werden dann auf der Homepage von QUANUP publiziert. Auf der Homepage wird für jeden Kurs ein Anmeldeformular hinterlegt, das für die Anmeldung der Teilnehmer verwendet werden muss. Kurse, für die ein Sponsoring durchgeführt wird, können vom Sponsor mit den QUANUP Anmeldeformularen beworben werden.

Die Anmeldeformulare werden von den Interessenten an das Sekretariat der dpv (Deutsche Parkinson Vereinigung) gefaxt. Über das dpv Sekretariat wird nach Eingang der Anmeldung und Überprüfung der Bezahlung der Teilnahmegebühren eine verbindliche Anmeldebestätigung an die Teilnehmer versendet. Die Vergabe der Kursplätze erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen. Sollte die Zahl der Anmeldungen die Zahl der Kursteilnehmer übersteigen, wird eine Warteliste geführt.

QUANUP übernimmt die Organisation der Kurse an den Fortbildungsorten und des Caterings während der Veranstaltung. Eine Hotelunterbringung von Teilnehmerinnen, die eine Übernachtung benötigen, kann von QUANUP nicht angeboten werden.

QUANUP führt die Kurse nach einem festgelegten Curriculum durch. Am Ende des 2. Kurs Wochenendes erfolgt eine schriftliche Abschlussprüfung. Nach bestandener Abschlussprüfung wird ein Zertifikat ausgestellt. Die Teilnehmerinnen bewerten die Fortbildungskurse mit Evaluationsbögen. QUANUP bietet für bereits zertifizierte PASS-Aufbaukurse an, die in der Regel einmal jährlich mit eintägigen Kursen durchgeführt werden und sich schwerpunktmäßig mit dem fortgeschrittenen Parkinson Syndrom und den invasiven Behandlungsoptionen beschäftigen.

Dr. med. Heinz Herbst
Stv. Vorsitzender QUANUP

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