bluttest 531x620Bild: Shawn Hempel/adobestock

Forschende der Universitätskliniken Erlangen und Kiel haben einen biochemischen, blutbasierten Test für die Diagnose der Parkinson-Erkrankung entwickelt. Das Verfahren ermöglicht, in kleinsten isolierten Nervenzell-Abschnürungen (Mikrovesikeln) gezielt nach einer krankhaft veränderten Form des Proteins alpha-Synuklein zu suchen, welches am Untergang der Nervenzellen ursächlich beteiligt ist. In einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Brain“ veröffentlicht wurde, konnten so Parkinson-Patient:innen von Kontrollpersonen mit sehr hoher Empfindlichkeit unterschieden werden.

Für eine breite Anwendung muss die Methode noch weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse gelten aber schon jetzt als Durchbruch für die Parkinson-Früherkennung: Parkinson beginnt bis zu 20 Jahre vor den ersten Symptomen. Der Test könnte dazu beitragen, die Nervenerkrankung im Anfangsstadium zu entdecken und Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass Betroffene unter den Symptomen leiden.

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