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Aktuelles

Laufende Förderprojekte der DPG

Verbesserte Infrastruktur und Qualitätssicherung in der Parkinson-Forschung und Therapie

Mit Beschluss vom 23.05.2014 hatte der Vorstand der Deutschen Parkinson Gesellschaft eine weitere Maßnahme zur Unterstützung der DPG-Arbeitsgruppen festgelegt. Beschlossen wurde, dass Infrastrukturprojekte der DPG-Arbeitsgruppen bis zu einem Umfang von 20.000 Euro finanziell unterstützt werden können.

Zur Ausschreibung: Förderung von Infrastrukturprojekten der Arbeitsgruppen der Deutschen Parkinson-Gesellschaft

Errichtung eines nationalen Registers für die Progressive Supranukleäre Parese

Bewilligt wurde der Antrag der Arbeitsgemeinschaft „PSP und andere atypische Parkinsonsyndrome“ unter Leitung von Prof. Dr. Günter Höglinger von der Technischen Universität München. PSP (Progressive supranukleäre Parese) ähnelt in vielen Symptomen der Parkinson’schen Krankheit, spricht jedoch schlechter auf eine symptomatische Therapie an und führt in der Regel schon nach 6 Jahren zum Tode. Aufgrund des variablen Krankheitsverlaufs ist die Diagnose erschwert. Der Aufbau eines nationalen Registers mit klinischen Daten, u.a. zur Demographie von Patienten, soll den natürlichen Verlauf der PSP-Erkrankung in Zukunft besser dokumentieren. An der Durchführung einer „multizentrischen nationalen Kohortenstudie“ werden sich insgesamt 17 neurologische Zentren beteiligen, die über langjährige und bewährte klinische Expertise verfügen und häufige Kontakte zu PSP-Patienten haben. Ein wichtiges Vernetzungsprojekt also, das die DPG  mit einer Fördersumme von 19.200 Euro zur Einrichtung einer Assistenzarztstelle unterstützen wird.

Qualitätssicherung innovativer invasiver Verfahren zur Therapie von Parkinsonpatienten

Ein weiteres DPG-Förderprojekt ist schon seit Langem in Planung, konnte aber auch erst mit Beschluss der letzten Vorstandssitzung bewilligt werden. Neuartige Therapieverfahren wie Tiefenhirnstimulation, sind derzeit kein Bestandteil von gesetzlichen Qualitätssicherungsverfahren. In Deutschland gibt es keine Daten zur Umsetzung dieser Maßnahmen im klinischen Alltag, wie Prof. Dr. Peter Heuschmann vom Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie in Würzburg in seinem Antrag überzeugend darlegt. Der DPG-Vorstand hofft, dass eine „Qualitätssicherung innovativer invasiver Verfahren zur Therapie von Parkinsonpatienten in der klinischen Routine in Deutschland“ diesen gravierenden Mangel beseitigen wird und unterstütz das Projekt mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 100.000 Euro. Bei entsprechender Kassenlage wird das Projekt sogar weiter gefördert. Glückwunsch an alle Beteiligten! Parkinson-Patienten dürfen in Zukunft auf verbesserte Therapieverfahren hoffen.

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(30.07.2014)

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